Solarthermie
Was bedeutet Solarthermie?
Solarthermie ist ganz allgemein die Umwandlung der Sonnenenergie in Wärmeenergie. Das kann auf verschiedenen Arten geschehen. So gehören beispielsweise auch schon große Fenster, die zur Südseite eines Hauses montiert sind, zu der passiven Wärmeerzeugung durch Sonnenenergie. Daneben gibt es auch noch verschiedene Formen zur aktiven Nutzung der Sonnenenergie. In der Praxis werden diese Verfahren vor allem zur Erzeugung von Warmwasser zur Heizungsunterstützung genutzt. Das geschieht durch die Hilfe von Solarkollektoren, in denen Flüssigkeiten zirkulieren, die von der Sonne erwärmt werden.
Die am häufigsten anzutreffende Form in Deutschland ist der sogenannte Flachkollektor. Dieser besteht aus einer planen Fläche, in denen eine Flüssigkeit in Schlangenlinien zirkuliert. Diese Flüssigkeit ist übrigens keineswegs reines Wasser, dies wäre gerade im Winter viel zu gefährlich, weil Eis eine geringere Dichte als Wasser besitzt und sich ausdehnt. Dadurch könnten die Leitungen platzen und der Solarkollektor wäre irreparabel beschädigt. Deswegen besteht die Flüssigkeit in den Kollektoren nur zu 60% aus Wasser, die restlichen 40% sind meist Propylenglykol. Durch diese Beigabe steigt die maximale Temperatur auf 150°C und die Flüssigkeit ist frostsicher bis zu -23°C. Darunter gefriert sie zwar, aber das Volumen steigert sich nicht und dadurch kann die Leitung niemals platzen.
Neben den Flachkollektoren gibt es auch noch andere Kollektoren, die aber im privaten Bereich so gut wie gar nicht anzutreffen sind. Vakuumröhrenkollektoren arbeiten mit einem Vakuum und können so höhere Temperaturen erreichen. Sehr selten wird diese Technik auch in Flachkollektoren eingebaut. Daneben gibt es noch Parabolrinnenkollektoren, bei denen die Sonnenstrahlung konzentriert wird und dadurch Temperaturen von 200-500°C möglich werden.